Festgeld als sichere Geldanlage

Was man bei Investitionen und Geldanlage in Festgeld beachten sollte
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Tagesgeld, Sparbriefe und Termingeld als Anlage in Festgeld
© Claudia35 / PIXELIO
Festgeld ist eine zeitbegrenzte Geldeinlage bei einer Bank, Versicherung oder einem Kreditinstitut.
Diese Termingelder oder auch Termineinlagen werden nach einer bestimmten vorher festgelegten Laufzeit als Sichteinlage auf dem Konto weitergeführt oder aber das Termingeld wird wieder auf Wunsch des Kunden angelegt und verlängert. Der Zinssatz muss entsprechend bei einer Verlängerung der Anlage neu verhandelt werden.
Angefallene Zinsen werden jeweils am Ende der Laufzeit oder bei mehrjährigen Anlagen jährlich dem Konto gutgeschrieben.

Im Einzelnen werden verschiedene Formen von Festgeldern vorgestellt:

Tagesgeld

Um Tagesgeld festzulegen benötigt es einen beliebigen Betrag, der über einen nicht festgelegten Zeitraum, daher frei verfügbar, auf einem Tagesgeldkonto angelegt wird. Die Tagesgeldzinsen hängen von dem allgemeinen Zinsniveau auf dem Geldmarkt ab und entscheiden demgemäß jeden Tag neu über die Höhe.
Die Absicherung des Tagesgeldes erfolgt innerhalb des Einlagensicherungsfonds der deutschen Bankgesellschaften und wird daher als sehr hoch eingestuft. Die Mindestanforderungen an eine Einlagensicherung sind gesetzlich geregelt und Ziel ist es, die Kundeneinlagen zu sichern.

Spareinlage

Spareinlagen wie beispielsweise auf dem Sparbuch sind Gelder, die keiner besonderen Vereinbarung mit dem Kreditinstitut unterworfen sind. Das Geld wird angelegt und in der Regel mit 0,5% bis 2% verzinst. Dafür stehen dem Anleger pro Monat 2000 EUR zur Verfügung, die er ohne Zinsverlust abheben kann. Wenn der Anleger über eine höhere Summe verfügen will, sollte er den Sparvertrag drei Monate vorher kündigen, da ansonsten Zinseinbußen durch den so genannten Vorschusszins in Abzug genommen werden.

Sparbrief

Ein Sparbrief ist eine Festgeldeinlage in einem Zeitraum von vier bis sechs Jahren, über eine beliebig hohe Summe. Ein Sparbrief ist ein verbrieftes Wertpapier gegenüber dem Kreditinstitut. Das Geld wird für den gesamten Zeitraum fest verzinst und ist unantastbar. Die Zinsen jedoch können je nach Vereinbarung jährlich oder halbjährlich ausgezahlt werden.

Festgeldanlagen auf längere Sicht

Festgeldanlagen gehören zweifelsfrei zu den besten Zinsanlagen. Im Unterschied zu den klassischen Varianten wie Sparbücher oder dem Tagesgeldkonto ist hier die Rendite weit höher. Hier stehen bereits vor der Festanlage der Zeitraum und auch der Ertragszins fest. Die Bank kann mit dem Geld arbeiten ohne es ständig zur Verfügung stellen zu müssen, es als Kredit an andere Kunden der Bank vergeben und somit auch einen höheren Zins anbieten. Im Gegenzug ist es für den Anleger über diesen Zeitraum nicht möglich an das Geld heranzukommen. Nach Ablauf steht es ihm frei, das Geld nebst Zinsertrag neu zu vergeben und wieder festzulegen.

Für den Anleger ist es wichtig sich vor der Geldanlage in Festgeld einen möglichst genauen Überblick zu verschaffen, da die Angebote der Banken oft unüberschaubar geworden sind und keine Markttransparenz für den Sparer vorliegt. Es spielen neben der Laufzeit auch die Zinsen, besonders nach dem Komma, eine wesentliche Rolle. Es gilt im Hinblick auf diese Konditionen hinter den Bindungsvertrag zu schauen, denn es kann vorkommen, dass die offen stehenden Zinsen an weitere Klauseln gebunden sind, die nur in den AGBs zu finden sind.
Für eine optimale Geldanlage müssen die Anlagedauer, Zinssatz, der Mindesteinlagensatz als auch der Zeitpunkt richtig gewählt sein. Prognostiziert der Markt in Zukunft einen höheren Zinsertrag, so sollte das Geld keinesfalls auf lange Sicht festgelegt werden. Eine mittelfristige Anlage könnte hier empfohlen werden und ein Wechsel bei gestiegen Zinssätzen. In Zeiten mit geringeren Zinseinnahmen, empfiehlt es sich hingegen eine kurze Anlagendauer zu wählen oder sogar auf Tagesgeld auszuweichen.

Bausparen und Geldanlage bei Bausparkassen

Eine weitere Form der Geldanlage ist das Bausparen. Die Anlageform ist darauf abgestimmt ein Wohneigentum zu erwerben oder bereits vorhandenes zu verbessern. Der Anleger erwirbt mit einem Bausparvertrag auch gleichzeitig die Option auf ein unkündbares Darlehen. Nach einer gewissen Ansparzeit wird die Differenz zur Bausparsumme als Darlehen gewährt, in Zinsniedrigphasen zu recht günstigen Konditionen, die dann über den gesamten Zeitraum verbindlich sind. In Zinshochzeiten sind Bausparverträge zwar dem Niveau angeglichen, weisen aber dennoch oft niedrigere Zinsen auf, als herkömmliche Darlehen. Wird der Bausparvertrag nicht als Darlehen gekoppelt in Anspruch genommen, wird die Summe nebst Zins und Zinseszins nach Ablauf ausgezahlt. Einige Banken erhöhen sogar den Zinsanteil und begünstigen somit das kollektive Sparen. Ein weiterer Vorteil ist die Subvention und Förderung durch den Staat. Die Bausparprämien liegt derzeit bei 8,8% auf maximal 512 EUR eingezahltes Geld für Alleinstehende und bei Verheirateten 1024 EUR. Mit den Zinsen ist so eine höhere Rendite risikolos erreichbar.

Fazit

Wichtig bei einer Investition in Festgeld ist zu beachten, dass das Geld während der gesamten Laufzeit nicht zur Verfügung steht. Es ist daher abzuwägen, wie lange das Geld investiert wird. Soll es nur zu einer Überbrückung, bis zum Eigenbedarf festgelegt werden, oder ist es brachliegend und steht zur Bewirtschaftung frei zur Verfügung. Dem Entsprechend kann das Geld für kurze oder lange Laufzeiten dem Kreditinstitut geliehen werden.