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Trotz der Änderungen im Urheberrecht ist der Download von Musik, Filmen oder Software immer noch beliebt bei sehr vielen Internetnutzern. Auch wenn viele Angebote als gratis oder kostenlos angepriesen werden, ahnen die meisten Nutzer ahnen nicht, was beim Download der Files an Konsequenzen auf sie selbst zukommen kann. Besonders die Musikindustrie ist daran interessiert Urheberrechtsverstöße aufzudecken und zu unterbinden. Dies kann bei einem entsprechenden Ausmaß ein Strafverfahren und auch Schadensersatzforderung nach sich ziehen.Doch zunächst soll erläutert werden, was Filesharing in überhaupt ist, bevor die Vor- und Nachteile sowie eventuelle Konsequenzen betrachtet werden.
Was ist unter Filesharing zu verstehen?
Beim Filesharing stellt ein Nutzer Daten und Files auf seinem Computer im Internet für andere Benutzer zum Download bereit, dass andere Benutzer eben diese Files auf den eigenen PC laden können. Zum Austausch der Files wird eine entsprechende Plattform benötigt, die als Tauschbörse beispielsweise für MP3-Files oder Videos dienst. Dabei handelt es sich um die allgemein bekannten Peer-to-Peer (P2P) Netzwerke wie eDonkey, BitTorrent, Shareaza, Overnet oder eMule.Die Anfänge des Filesharing
Der Vorreiter des Filesharing war wohl Napster, der es ermöglichen sollte leichter MP3-Musikdateien über das Internet tauschen zu können. So konnten über ein gut organisiertes Netzwerk vom Nutzer Filme, Musikdateien, Fotos oder private Videos ins Netz bereitgestellt werden, die dann von den anderen Mitgliedern heruntergeladen werden konnten. Allerdings war dieses Filesharing der Musik- und Filmindustrie schon immer ein Dorn im Auge und so wurde versucht dieses Netzwerk zu schließen - es wurde eine Klage gegen Napster eingereicht. Das Problem war hier, dass durch das Filesharing ein Umsatzrückgang bei den Verkäufen der Musik-CDs und Filmen zu verzeichnen war, denn die Nutzer dieser Peer-to-Peer Netzwerke bekamen ihre Lieblingstitel und Songs kostenlos im Internet. Nach langem Tauziehen musste Napster letztendlich seine Tauschbörse schließen. Mittlerweile hat Napster das Geschäftmodell gewechselt und es kann vom angemeldeten Nutzer gegen Bezahlung die Lieblingssongs geladen werden.Legales Filesharing
Da generell Filesharing eine sehr beliebt war, immer noch ist und die Nutzer nicht darauf verzichten wollten, kamen Angebote auf den Markt, die ein legales Filesharing ermöglichen sollten. Doch immer wieder ist die Berücksichtigung der Rechteinhaber kritisch, die natürlich eine Bezahlung für die Verbreitung der Musik erheben.Eine alternative Möglichkeit bietet sich bei einigen Portal wie Musicload, Napster oder auch iTunes an, die gegen Bezahlung einzelne Songs oder ganze Alben zum Download anbieten. Die Vorteile für den Nutzer sind, dass der Preis für eine CD oft günstiger ist als die komplette CD im Laden und der Download sofort zur Verfügung steht. So haben Marktforschungen ergeben, dass der Verbraucher auch bereit ist, gegen Bezahlung, seinen Lieblingstitel oder Song aus dem Internet zu laden.
Illegales Filesharing
Wie am Anfang schon erwähnt wurde, ist auch das illegale Filesharing immer noch sehr beliebt. Es versteht sich von selbst, dass hierbei für den download, das MP3-File oder den Videofilm nicht bezahlt wird. Doch vom illegalen Filesharing gehen auch eine Menge Gefahren aus. So kann sich durch den Download und die anschließende Installation ein Virus eingefangen werden, der falls der PC nicht mit einer entsprechenden Antivirus-Software geschützt ist, einen entsprechend großen Schaden verursacht und die Festplatte oder persönliche Daten zerstören. Aber das ist nur das kleinere Übel, denn zum Jahresbeginn 2008 sind einige gravierende Änderungen im Bezug auf das Urheberrecht in Kraft getreten.Urheberrecht
Noch bis Ende 2007 war lediglich das Anbieten von Musik- oder Filmdateien illegal. Personen, die nur Musik oder Filme herunter geladen hatten, brauchten nichts zu befürchten. Das hat sich jedoch geändert. Nun ist auch der Download strafbar, und das wissen bisher die wenigsten User. Und die Musikindustrie geht rigoros gegen Nutzer von Tauschbörsen vor.Wer sich also auf der sicheren Seite bewegen möchte, der sollte ausschließlich seine Musik, MP3s, oder auch Filme über offizielle und legale Anbieter durchführen, um nicht mit dem Gesetz in Konflikt zu geraten.
